Verbesserungen bei Konfiguration, Kommandozeile und CSV-Export
Mit der Version 4.0.4 erhält das CATweasel Toolkit zahlreiche Verbesserungen, die insbesondere die Bedienung der Anwendungen, die Integration in bestehende Arbeitsabläufe und die Ausgabe von Analyseergebnissen betreffen. Neben der Behebung eines Fehlers bei der Verarbeitung von Konfigurationsblöcken wurden neue Kommandozeilenfunktionen eingeführt, die Versionsinformationen zentral verfügbar machen und eine flexiblere Steuerung der Anwendungen ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer übersichtlicheren Konsolenausgabe und einer vereinfachten Konfiguration des CSV-Exports. Damit wird die Arbeit mit dem Toolkit sowohl bei der manuellen Verwendung als auch beim automatisierten Einsatz in Skripten und anderen Anwendungen komfortabler.
Neue Kommandozeilenfunktionen
Zentrale Versionsabfrage mit catweasel
Mit der neuen Kommandozeilenanwendung catweasel steht eine zentrale Möglichkeit zur Verfügung, die installierte Version des CATweasel Toolkits und die Versionsstände seiner installierten Module abzufragen.
Der Aufruf
catweasel --version
gibt die Toolkit-Version zusammen mit den Versionen der installierten Module aus, beispielsweise des PDFParser. Die Versionsinformationen werden bei der Installation des Toolkits mit eingerichtet und stehen damit direkt auf dem jeweiligen System zur Verfügung.
Zusätzlich gibt es im Startmenü die neue Verknüpfung CATweasel VERSION. Sie öffnet ein Fenster mit den Versionsinformationen, das so lange geöffnet bleibt, bis eine Taste gedrückt wird. Dadurch lassen sich die installierten Versionsstände auch ohne die manuelle Eingabe eines Befehls schnell überprüfen.
Anwendungen gezielt über Kommandozeilenparameter steuern
Alle Anwendungen des CATweasel Toolkits unterstützen jetzt die zusätzlichen Kommandozeilenoptionen --SystemWait und --TempCleanup.
Mit diesen Optionen lassen sich die entsprechenden Einstellungen der Konfigurationsdatei für einen einzelnen Programmaufruf überschreiben, ohne die Konfiguration dauerhaft verändern zu müssen. Das ist besonders hilfreich, wenn Anwendungen in andere Programme, Arbeitsabläufe oder Skripte integriert werden.
Ein Beispiel für den PDFParser:
pdfparser.pl --SystemWait=false test.pdf
In diesem Fall wartet der PDFParser nach der Verarbeitung nicht auf eine weitere Tasteneingabe. Das erleichtert insbesondere die automatisierte Verarbeitung mehrerer Dateien, bei der eine manuelle Bestätigung nach jedem Durchlauf unerwünscht ist.
Für beide Optionen werden die Werte true und false akzeptiert. Alternativ können yes und no verwendet werden. Bei --SystemWait ist außerdem die Angabe einer Wartezeit in Sekunden möglich.
Die neuen Optionen bieten damit mehr Flexibilität bei der Steuerung des Programmverhaltens, ohne dass für unterschiedliche Einsatzszenarien separate Konfigurationsdateien benötigt werden.
Verbesserte Rückmeldungen und Konsolenausgabe
Countdown bei zeitgesteuertem Programmende
Wird über die Einstellung SystemWait eine Wartezeit in Sekunden festgelegt, zeigt die Anwendung jetzt einen Countdown mit der verbleibenden Zeit an.
Anstelle einer statischen Meldung ist damit jederzeit erkennbar, wie lange das Programm noch wartet, bevor der Vorgang abgeschlossen ist. Das verbessert die Übersicht bei der interaktiven Verwendung und macht das Verhalten der Anwendungen nachvollziehbarer.
Korrekte Behandlung der Log-Level-Option
Auch die Verarbeitung der Option --log-level wurde verbessert.
Bisher konnte die Meldung über eine Änderung des Log-Levels doppelt erscheinen. Außerdem wurde ein ungültiger Wert zunächst so behandelt, als wäre das Log-Level geändert worden, bevor sich herausstellte, dass die Angabe nicht zulässig ist.
Beide Probleme wurden behoben. Ungültige Log-Level werden nun direkt zurückgewiesen, wobei die verfügbaren gültigen Werte ausgegeben werden. Dadurch lassen sich fehlerhafte Kommandozeilenparameter schneller erkennen und korrigieren.
Aufgeräumte Konsolenausgabe
Die Start- und Beendigungsmeldungen der Anwendungen werden nun nur noch auf der Protokollierungsebene debug ausgegeben.
Dadurch bleibt die reguläre Konsolenausgabe übersichtlicher und konzentriert sich stärker auf die für den jeweiligen Verarbeitungsvorgang relevanten Informationen. Bei Bedarf können die detaillierteren Meldungen weiterhin über die Debug-Protokollierung eingesehen werden.
Fehlerbehebung bei Konfigurationsblöcken
Ein Fehler bei der Verarbeitung der Kurzschreibweise von Konfigurationsblöcken wurde behoben.
Betroffen waren unter anderem Konstrukte wie:
<Target "C:\Path" />
Je nach Schreibweise konnten verbleibende Leerzeichen oder Anführungszeichen dazu führen, dass der Name des Konfigurationsblocks nicht korrekt bereinigt wurde. In der Folge konnte beispielsweise ein angegebener Zielordner für den CSV-Export unbrauchbar sein.
Die Bereinigung der Blocknamen erfolgt jetzt unabhängig davon, in welcher Schreibweise ein Konfigurationsblock angegeben wurde. Dadurch werden die Namen konsistent verarbeitet und die daraus resultierenden Pfade zuverlässig nutzbar.
Vereinfachte Standardkonfiguration für den CSV-Export
Die Standardkonfigurationen für den CSV-Export wurden ebenfalls verbessert. Beide CSV-Exportkonfigurationen enthalten jetzt den folgenden Zielpfad als Standard:
C:\Users\Public\Documents\CATweasel
Damit steht ein festgelegtes Verzeichnis für CSV-Berichte zur Verfügung, in dem Analyseergebnisse direkt gespeichert werden können.
Insbesondere bei der PDF-Analyse entfällt dadurch die Notwendigkeit, das Exportziel zunächst manuell konfigurieren zu müssen. Das vereinfacht die Inbetriebnahme und erleichtert die Verwendung des CSV-Exports in bestehenden Arbeitsabläufen.
Zusammenfassung
Die Version 4.0.4 verbessert mehrere Bereiche des CATweasel Toolkits, von der Konfigurationsverarbeitung über die Kommandozeilensteuerung bis hin zur Ausgabe von Analyseergebnissen.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
- Neue Versionsabfrage: Das Kommando
catweasel --versionzeigt die Version des Toolkits und die Versionsstände der installierten Module an. - Mehr Kontrolle über Programmaufrufe: Mit
--SystemWaitund--TempCleanuplassen sich Konfigurationseinstellungen für einzelne Aufrufe überschreiben. - Verbesserte Bedienbarkeit: Ein Countdown macht die verbleibende Wartezeit sichtbar.
- Zuverlässigere Konfiguration: Konfigurationsblocknamen werden unabhängig von ihrer Schreibweise korrekt bereinigt.
- Übersichtlichere Konsolenausgabe: Start- und Beendigungsmeldungen werden nur noch im Debug-Modus ausgegeben.
- Einfacherer CSV-Export: Ein Standardzielpfad steht nun in beiden CSV-Exportkonfigurationen zur Verfügung.
Mit diesen Änderungen wird das CATweasel Toolkit robuster und flexibler. Besonders die neuen Kommandozeilenoptionen und die zentrale Versionsabfrage erleichtern die Integration und Verwaltung der Anwendungen, während die Korrekturen und Standardkonfigurationen für einen zuverlässigeren und komfortableren Arbeitsablauf sorgen.